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Focus Group Event

Am vergangenen Donnerstag, den 11. März fand das das vierte Focu Group Event als Präsentationsveranstaltung für die Teilnehmer*innen des Trainingsprogramms „Empowered by Entrepreneurship“ statt. Eingeladen waren alle regionalen Stakeholder, Workshop-Leiter und Projektpartner. Um den Fortschritt der Ideen, die berufliche und persönliche Entwicklung der Teilnehmer und eine Demonstration des Programms gegenüber den Stakeholdern zu präsentieren, wurde jedes Team gebeten, seine Geschäftsidee in drei Minuten auf drei Slides vorzustellen. Leider konnten nicht alle Teilnehmer an der Veranstaltung teilnehmen, so dass von den 20 Teilnehmer*innen 13 präsentierten.

Zu Beginn, hielt Omar Fayez, Geschäftsführer der Social Bee gGmbH in Stuttgart, eine kurze Keynote und erläuterte das soziale Unternehmertum und den Zweck von Social Bee. Da die Insitu-Partner der Region Stuttgart arbeitsuchende Menschen aller Altersgruppen ansprechen und – aufgrund der regionalen Besonderheiten – ihren Fokus auf Neubürger in Stuttgart ausweiten, ist Social Bee ein sehr interessantes Unternehmen für das Projekt. Es ist der erste ganzheitliche Diversity-Dienstleister in Deutschland. Als Non-Profit-Organisation ermöglichen sie die nachhaltige Integration von geflüchteten Menschen, Menschen mit Behinderungen und anderen benachteiligungen. Social Bee ist ein Sozialunternehmen und schlägt die Brücke zwischen Arbeitgebern und Arbeitssuchenden. Sie sind von Anfang an Partner des Insitu-Projekts und des Trainingsprogramms und Omar ist ein sehr geschätzter und kooperativer Teilnehmer.

Der Hauptteil der Veranstaltung waren aber natürlich die 13 Teilnehmer*innen. Sie alle hatten Präsentationen vorbereitet, die meisten mit Power Point, einige nur mündlich und eine Gründerin hatte sogar ein Video für die Veranstaltung vorbereitet. Der Inhalt der Präsentationen war sehr unterschiedlich: Einige von ihnen stehen kurz vor der Gründung, einige haben ihre Ideen und Pläne im Laufe des Programms geändert und für sich passendere Ideen entschieden, einige hatten persönliche Rückschläge, die sie daran hinderten, ihre Ideen nach dem ursprünglichen Plan zu realisieren. Alle waren und sind jedoch bestrebt, ihre Träume zu verwirklichen, dankbar für das Trainingsprogramm sowie das Mentoring und betonten den Wert des Netzwerks, der Workshops und der Mentoring-Gespräche.

Einige Beispiele:

Jürgen (>50) war fast 30 Jahre als Journalist für eine große Zeitung tätig und wurde vor über einem Jahr von seinem Arbeitgeber entlassen. Er nutzte die Gelegenheit und das im Programm erworbene Wissen, um sein eigenes Journalismusbüro zu gründen.

Jessica (<30) lebte längere Zeit im Ausland und war arbeitsuchend, als sie vor einigen Jahren nach Deutschland zurückkam. Nach ihrer Mutterschaftszeit will sie sich selbstständig machen und bietet Verwaltungsdienstleistungen für Sozialunternehmen und NGOs an.

Swetlana (<25) ist sehr aktiv in Umweltfragen und hat ihren Job, den sie nicht mochte und der nicht mit ihren Träumen und ihrer Ethik übereinstimmte, vor einiger Zeit aufgegeben. Sie arbeitet jetzt daran, ihre eigenen natürlichen und nachhaltigen Haarpflegeprodukte herzustellen.

Catrin (>50) ist Designerin und hat durch die Pandemie früh ihren Job verloren. Sie plante, sich hauptberuflich selbstständig zu machen und entschied sich während des Programms dagegen. Sie wird sich nun einen sicheren Teilzeitjob suchen, der ihr ein monatliches Einkommen garantiert und ihr die Freiheit gibt, ihre eigene Designagentur zu gründen.

Das Organisationsteam des Trainingsprogramms, war sehr beeindruckt und berührt von den Fortschritten, die alle Teilnehmer in den letzten Monaten gemacht haben. Aufgrund der COVID-Krise mussten alle Workshops auf Zoom stattfinden, was es viel schwieriger machte, ein lebendiges Netzwerk und einen inoffiziellen Austausch zwischen allen Beteiligten zu organisieren. Diese Veranstaltung war eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und zu sehen, wo noch Bedarf an weiteren Inhalten oder Unterstützung besteht.

Auch die anwesenden Stakeholder waren sehr beeindruckt von den Ideen und dem Enthusiasmus der Programmteilnehmer*innen und stellten nach den Präsentationen einige Fragen.

Nach der Q+A-Session stellten die Projektpartner in aller Kürze die Pläne für das nächste Trainingsprogramm vor, das im April beginnen wird. Jeder war eingeladen, die Nachricht zu verbreiten und seine Freunde und Mitgründer etc. einzuladen, sich für das Programm zu bewerben.